Mit dem Fahrrad zur Arbeit – Ihrer Gesundheit zuliebe

Mit dem Fahrrad zur Arbeit - Ihrer Gesundheit zuliebeDie Corona-Pandemie hat es vorangetrieben. Mehr und mehr Menschen fahren mit dem Fahrrad zur Arbeit. Auch in den Städten. Das hat viele Städte veranlasst, ihre Verkehrsstrategie zu ändern. Autospuren werden teilweise zu Fahrrad- und Fußwegen umgebaut, damit der Mindestabstand gewährleistet werden kann und das Unfallrisiko gesenkt wird.

Der positive Nebeneffekt: Keine Mobilitätsform für den Arbeitsweg ist so gesund wie das Radfahren.

Pendler, die das Fahrrad nutzen, leben gesünder und meistens länger. Dies hat eine umfangreiche britische Gesundheitsstudie ergeben. Dazu wurden Daten von mehr als 300.000 Pendlern im Zeitraum von 1991 bis 2016 ausgewertet.

Zu Fuß zu gehen toppe zwar die Anreise mit dem Öffentlichen-Personen-Nahverkehr, aber Radfahrende hätten im Vergleich zu Autofahrern eine um 20 % verringerte Frühsterblichkeitsrate aufgewiesen. Viele verbreitete Krankheitsbilder seien bei den Radfahrern erheblich weniger aufgetreten. Betrachte man Herz-Kreislauf-Erkrankungen, sei das Risiko daran zu sterben bei Radlern um 24 % geringer als bei den Autofahrenden. Auch die Gefahr an Krebs zu sterben, sei um 16 % reduziert. Allein die Anzahl der Krebsdiagnosen sei um 11 % geringer.

Unser Körper braucht also Bewegung. Die Gesundheitswissenschaftlerin Maria Schumann sagte in einem Interview: „Wenn wir uns bewegen läuft alles rund. Es ist ein System, das sich selbst repariert und nur kaputtgeht, wenn wir es nicht benutzen“. Zusätzlich würde der Körper schädliche Stresssymptome abbauen, wenn er sich bewegt. Es gebe laut Deutschen Krebsforschungszentrum auch viele Anzeichen dafür, dass negativer Stress die Krebsentwicklung fördere.

Mehr und mehr Beschäftigte verzichten derzeit aus Angst vor einer Ansteckung auf die Nutzung von Öffentlichen Verkehrsmitteln. Sie weichen stattdessen auf das Auto bzw. das Rad aus. Um den Pendlern die Entscheidung für das Fahrrad und gegen das Auto leichter machen, beginnen z. Zt. einige Städte ihr Mobilitätskonzept zu ändern, weg vom Auto, hin zum Fahrrad. Auch im Hinblick auf den Klimaschutz. Autofreie Nebenstraßen werden eingerichtet bzw. Teile der Fahrbahn für Radfahrer abgesperrt.

Ein wichtiges Signal, denn das Risiko in den engen Straßen der Stadt Fahrrad zu fahren, ist nach wie vor hoch. Betrachtet man die Gruppe der Verkehrstoten, stechen die Radfahrer heraus. Laut Statistischen Bundesamt kamen im 1. Halbjahr vergangenen Jahres 158 Radfahrer ums Leben. Dies entspricht, verglichen mit 2018, einem Anstieg um 11,3 %.

Bleibt also zu hoffen, dass neben Berlin, London und New York noch viele weitere Städte den Radfahrern mehr Raum bereitstellen und gleichzeitig die dauerhafte Autonutzung einschränken. Im Sinne der Gesundheit, der Umwelt und der Lebensqualität in den Städten.

Sie haben also kaum noch Ausreden: Fahrrad entmotten, verkehrstauglich machen (oder mit dem Arbeitgeber über ein steuerbegünstigtes Leasingrad verhandeln) und los geht’s. Ihre Gesundheit und die Umwelt wird’s Ihnen danken.

 

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