Der Büro-Arbeitsplatz muss wieder attraktiver werden

Der Büro-Arbeitsplatz muss wieder attraktiver werdenIn zahlreichen Firmen werden die Beschäftigten nach und nach aus dem Homeoffice in die Büros zurückgeholt. Da viele Mitarbeitende die Arbeit im Homeoffice schätzen gelernt haben, sorgt das nicht unbedingt für Begeisterungsstürme. Der Büro-Arbeitsplatz muss also wieder attraktiver gemacht werden.

Für Beschäftigte wird die Arbeitgeberattraktivität sehr stark definiert über die Flexibilität der Arbeitszeit und des Arbeitsortes. D. h. das Führungs- und Organisationskonzept eines Betriebs sollte dahingehend gestaltet werden, dass eine gesunde Mischung aus mobiler Arbeit und am Arbeitsplatz im Unternehmen geschaffen wird.

Telearbeit: Was Arbeitgeber befürchten
  • Die Sorge der Arbeitgeberseite, dass hybride Arbeit zu Lasten des Arbeitsergebnisses geht, hat sich als weitgehend unbegründet erwiesen.
  • Die Innovationsfähigkeit wird bei Telearbeitenden in Frage gestellt.
  • Durch die fehlenden sozialen Kontakte mit Kolleg*innen und den fehlenden Austausch, verringere sich die emotionale Bindung an das Unternehmen.
  • Mitarbeitende seien nicht mehr so gut informiert.
Wie können Büro- und Arbeitsplatzkonzepte aussehen?

Die Anwesenheit im Büro mit Zwang umzusetzen, ist sicherlich keine gute Idee. Vermehrt wird aber dazu übergegangen, die maximale Anzahl der möglichen Homeoffice-Tage pro Woche festzulegen. Letztendlich ist es dann die Entscheidung der/des Beschäftigten, sich aktiv für den Arbeitsplatz im Unternehmen zu entscheiden. Was im Umkehrschluss bedeutet, dass die Büroarbeitsplätze attraktivsein müssen.

Das betrifft vor allem drei Bereiche:

  • Arbeitsumgebung
  • Technologie
  • Führungs- und Unternehmenskultur

Vor einigen Jahren waren Großraumbüros mit vielen Arbeitsplätzen, offen gestaltet, en vogue. Gedacht, um die Kommunikation unter den Mitarbeitenden zu fördern, leider aber mit wenig Rückzugsmöglichkeiten. Mittlerweile hat man erkannt, dass separate Kreativ- und Workshopflächen sinnvoll sind. Daher wurde vielerorts die Anzahl an klassischen Arbeitsplätzen in Open-Space-Konzepten reduziert. D. h. die Arbeitsumgebung ist mit unterschiedlichen Arbeitsbereichen vielfältig und flexibel zu gestalten. Die Arbeitsbereiche müssen den unterschiedlichen Bedürfnissen (z. B. Kreativität, Konzentration und Kommunikation) gerecht werden.

Dennoch kann man aber nicht davon ausgehen, dass Beschäftigte nur ins Büro kommen, um sich auszutauschen bzw. kreativ arbeiten und das Homeoffice nutzen, um Aufgaben konzentriert abzuarbeiten. Oftmals ist es auch individuellen Gründen geschuldet, ob und wann Arbeitnehmende am Arbeitsplatz im Unternehmen arbeiten. Gegen den Arbeitsplatz im Betrieb spricht oftmals der lange Arbeitsweg.

Die Entscheidung für den Büro-Arbeitsplatz steht und fällt mit der Zufriedenheit der Beschäftigten mit der Büroumgebung. Eine große Rolle spielen dabei u. a. die Möblierung, die Akustik oder auch die Rückzugsmöglichkeiten für konzentriertes Arbeiten. Auch die Option unterschiedliche Besprechungsräume oder auch Erholungsmöglichkeiten nutzen zu können, wirken sich positiv auf die Entscheidung pro Büro aus.

Negativen Einfluss hat die Enge am Arbeitsplatz und zu wenig Abstand zu den Kolleg*innen.

Bei der Gestaltung neuer Arbeitsmodelle spielen Sie als Betriebsrat eine bedeutende Rolle. Haben Sie in Ihrem Unternehmen bereits attraktive Arbeitsplatzkonzepte entwickelt? Und vielleicht bereits eine Betriebsvereinbarung zum „Hybriden Arbeiten“ in Angriff genommen?

Unser Seminartipp:    Hybrides Arbeiten: Homeoffice und Büroarbeitsplatz

Mobile Arbeit und Homeoffice

 

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